Klassiker exakt – Ford Capri I

Taubus 17M P2

ISBN: 978-3-927485-32-7
FORD CAPRI I
Band 1 einer neuen Serie, die unter dem Namen "KLASSIKER EXAKT" erscheint


Format: A5
80 Seiten, ca. 110 Abbildungen
Preis incl. Versand 9,95 € inkl. Versand in Deutschland

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Der Capri war Fords großer Erfolg am Ende der 60er- und in den 70er-Jahren. Diesen Erfolg verdankten die Kölner dem äußerst gelungenen und außergewöhnlichen Design, der hohen Preiswürdigkeit sowie dem Platzangebot. Dazu kam bewährte Großserientechnik, die den Wagen äußerst zuverlässig und robust machten. Die Konkurrenz hatte auch einige gute Autos im Angebot, welche aber in der Käufergunst dem Stückzahlen-König Capri weit unterlegen waren. Sie fuhren hinterher.

Die Reihe „Klassiker exakt" aus dem Verlag Peter Kurze wendet sich an den Oldtimer-Liebhaber, der mehr über einen ganz bestimmten Wagen wissen will. So wird in jedem Band ausführlich die Entwicklung des Fahrzeugs beschrieben. Sowohl die Autotechnik als auch die Produktion, die Werbung und die verschiedenen Fahrzeugvarianten werden dargestellt. Diese neue Buch-Serie beginnt mit dem Capri I.

"Mit dem Capri haben die Kölner Ford-Werke einen Automobil-Typus völlig neuen Stils geprägt: ein sportliches Fastback-Coupé, maßgeschneidert für alle, die sich nicht nur fortbewegen, sondern auch Freude am Fahren haben wollen. Ein echtes Coupé, aber mit reichlich Platz für vier Personen und Gepäck", schrieb Ford in einer Pressemitteilung. Der Capri wurde schnell Deutschlands Liebling. Schon in den ersten neun Monaten konnten die Kölner eine Gesamtproduktion von rund 75.000 Einheiten verzeichnen.

Seine internationale Publikumspremiere gab der flotte Flitzer im Januar 1969 auf dem Brüsseler Automobilsalon. Am 21. Januar wurde er in der Bonner Beethovenhalle der internationalen Presse vorgestellt, bevor er am 5. Februar dort auftauchte, wo Verkaufserfolge gemacht werden: in den Verkaufsräumen der Ford Händler. Der Capri, der ursprünglich Colt hätte heißen sollen (der Name war von Mitsubishi besetzt), war im Volk angekommen.
Capri 1300, Capri 1500, Capri 1700 GT, Capri 2000, Capri 2300 GT: Fünf Modell- beziehungsweise Motorvarianten standen zur Markteinführung zur Wahl, bis zum 1700er-Format in V4-, darüber in V6-Bauart. Letztere identifizierten Kenner der Materie an einer charakteristischen Ausbuchtung in der Motorhaube, dem „Power-Buckel“. Die Triebwerke boten ein Leistungsspektrum von 50 bis 108 PS und ließen den Capri je nach Ausführung in verträumten 22,7 Sekunden (1300) bis sportlichen 10,8 (2300 GT) Sekunden auf 100 km/h beschleunigen und Reisegeschwindigkeiten zwischen 133 und 178 km/h erzielen.

Als atemberaubend erwies sich nicht nur die Optik des Autos, sondern auch sein Preis: 6.993 DM wurden für die Basisversion mit 1,3-Liter-Motor aufgerufen – eine glatte Sensation!

Im Herbst 1969 gesellte sich mit dem Capri 2300 GT ein Modell hinzu, das mit „scharfer“ Nockenwelle, Doppelrohrauspuff sowie diversen Modifikationen an Zündung und Vergaser auf 125 PS brachte. Für damalige Verhältnisse war das ein ganz heißer Ofen, der es in der Sprintdisziplin auf sportwagenrelevante 9,8 Sekunden und ein maximales Marschtempo von 190 km/h brachte. Zu Recht bezeichnete man ihn deswegen als Hochleistungsversion.

Der Capri I lief in den Jahren 1969 bis 1973 in Saarlouis vom Band. In diesem Zeitraum wurden 784.000 Einheiten produziert. Etwa 244.000 davon wurden in Deutschland zugelassen. Nach den Werksferien 1973 begann die Produktion des Nachfolgers, Capri II, der aber nicht an die Erfolge seines Vorgängers anknüpfen konnte.