Portrait

Bernd Tuchen, geboren 1949.

Mitarbeiter der Ford-Werke von Juni 1973 bis Dezember 2009.

Hobbies: Fotografieren, Musik hören, reisen und schreiben.

2002 war es dann soweit! Mein erstes eigenes Buch kam auf den Markt. Es war nach einem Ford Werbeslogan der 50er Jahre benannt und hieß "Sprich zuerst mit Ford" - also einer der vielen Vorgänger des heutigen Slogans "Eine Idee weiter". In diesem Buch habe ich die Automobilwerbung von Ford in der Zeit von 1949 bis 1973 beschrieben. Ich war mächtig stolz, als ich das erste Exemplar in Händen hielt.

In den darauf folgenden Jahren sind zwei ähnliche Bücher auf den Markt gekommen. Eines über die Automobilwerbung von Opel, eines über die von BMW. Aber mein Herz hängt an Ford, und so habe ich auf Bitten meines Verlags sehr gerne ein Typenhandbuch mit allen Ford Fahrzeugen verfasst, die zwischen 1925 und 1975 in Deutschland gebaut worden sind.

Mein Buch aus dem Frühjahr 2006 hat die Formel 1 Geschichte von Ford zum Thema. Deren Bilanz ist beeindruckend: 176 Siege, 10 Weltmeistertitel und 13 WM-Titel mit dem unverwüstlichen Cosworth DFV-Motor. Klangvolle Namen, denen der Ford Motor Ruhm und Ehre brachte: Jim Clark, Jackie Stewart, Mario Andretti, Emerson Fittipaldi, Jody Scheckter, James Hunt, Keke Rosberg, Michael Schumacher und etliche andere mehr.

Im April 2007 ist mein Buch über den Ford Taunus 17M P3 - die berühmte "Badewanne" - erschienen. Der P3 war wegen seiner ungewöhnlichen rundlichen Form eine Revolution, weil er mit den damals allgemein üblichen Ponton-Karossen nichts mehr gemeinsam hatte. Mit diesem Modell hat Ford die "Linie der Vernunft" geschaffen. Das war dann auch gleichzeitig der Werbeslogan dieser Zeit.

Das nächste Buch war dem Ford Capri gewidmet, der 2009 vierzig Jahre alt wurde. Im Januar 1969 wurden die "Mini-Mustangs" aus Köln erstmalig in Deutschland verkauft; einen Monat später in England. Das Buch umfasst alle drei Capri Versionen, und natürlich ist ein großer Teil den Rennsportaktivitäten gewidmet. Ford Capri und Rennsport: das gehört einfach zusammen. Es sind seltene Bilder aus aller Welt zu sehen, auf die man sich wirklich freuen kann. Ich hatte ein interessantes Gespräch mit Hans Heyer, dem Capri-Champion mit dem Tirolerhut. Ein anderer Champion, Dieter Glemser, hat das Vorwort geschrieben. Den Rennern dieser beiden Meister ist ebenso ein Kapitel gewidmet wie dem Mako Capri und seinem südafrikanischen Pendant, dem Capri Perana mit dem Mustang Boss Motor.

Das nächste Projekt galt den „letzten Straßenkreuzern aus Köln“, wie es eine Autozeitschrift einmal formuliert hat. Gemeint sind die Ford Consul und Granada Modelle, die im März 1972 auf dem Automobilsalon in Genf vorgestellt wurden. Der Consul wurde nur drei Jahre lang produziert, der Granada immerhin 13 Jahre – in verschiedenen Karosserieformen. Beide Fahrzeugtypen sind heute begehrte Stücke in der Youngtimer-Szene. Das gilt auch für die letzten beiden Modelle der Taunus-Serie (1970-1982), denen ich ebenfalls ein Buch gewidmet habe.

Im Dezember 2012 kam mein Buch über den Ford Taunus 17M P2 ("Kleiner Straßenkreuzer aus Köln") auf den Markt. Diesem Modell, das so sehr an den amerikanischen Ford Fairlane der 1950er Jahre erinnerte, verpasste der Volksmund wegen des enormen Chromanteils den Spitznamen "Gelsenkirchener Barock". Und im Januar 2013 folgte eneut ein Capri Buch. Genauer gesagt über der Capri I - also der Ur-Capri, der von 1969 bis 1973 gebaut worden ist .Im Frühjahr 2014 wird mein vorerst letztes Buch herauskommen. Darin geht es um den Ford Taunus 12M P4 - konzipiert in den USA, gebaut in Deutschland.

Und da nun der P2 und der P3 ihr eigenes Buch hatten, durfte der P4 nicht fehlen. Unter dem Decknamen "Cardinal" konzipiert in den USA, wurde er von 1962 bis 1966 in Deutschland produziert. Mein Buch über den ersten Ford Front-Triebler ist im Frühjahr 2014 auf den Markt gekommen.

Kurz darauf ist "Neuanfang bei Ford"erschienen; ein Buch, das die Produktion der ersten Taunus Modelle ab 1948 (also: Buckel, Weltkugel und Streifen-Taunus) zum Thema hatte.

Seit 2013 vertreibe ich Kalender mit verschiedenen Ford Oldtimer-Motiven: Capri, Taunus P4 und Taunus P6.

Ein Projekt zwischen all den Auto-Themen hatte mit PS und Technik überhaupt nichts zu tun und ging in eine vollkommen andere Richtung. Es war ein Buch über die erste deutsche Wimbledon-Siegerin: Cilly Aussem aus Köln. Sie hat dieses Turnier am 3. Juli 1931 in einem rein deutschen Finale gegen Hilde Krahwinkel aus Essen gewonnen. Cilly Aussem ist eine der erfolgreichsten deutschen Tennisspielerinnen. Sie war dreimal deutsche Meisterin im Einzel und zweimal im Doppel. In ihrem erfolgreichsten Jahr, 1931, hat sie die Internationalen Meisterschaften von Frankreich, England, Deutschland, Österreich, Ungarn und Argentinien gewonnen. Sie war die Nummer 1 in Europa und auf dem zweiten Platz in der Weltrangliste. Wegen schwerer Krankheiten musste sie sich 1934 vom aktiven Tennissport zurückziehen. In ihrer Heimatstadt Köln ist sie leider fast vergessen. Mit der Herausgabe ihrer Biografie wollte ich das ändern. Sie ist rechtzeitig zu Cilly Aussems 100. Geburtstag (4. Januar 2009) erschienen.

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